Bewerbungstipps

Was gehört in einen Lebenslauf? Wie soll das Anschreiben aussehen? Was ist eine Online-Bewerbung? Wie bereite ich mich auf ein Vorstellungsgespräch richtig vor?

Auf diese und viele weitere Fragen geben wir Ihnen in den folgenden Absätzen hilfreiche Antworten.

 

 

Bewerbungsunterlagen

In der Regel wird eine schriftliche Bewerbung erwartet. Um aus der großen Zahl von Bewerbungen die "Passende" herausfinden zu können, führen die meisten Betriebe eine Vorauswahl anhand der eingereichten Bewerbungsunterlagen durch.
 

Anschreiben - Aufbau und Inhalt


Das Anschreiben sollte realistisch und selbstbewusst sein. Sie sollten unbedingt darauf eingehen, was Sie über die Stelle - z. B. aus der Ausschreibung in der Zeitung - in Erfahrung bringen konnten:


Am Schluss des Anschreibens sollten Sie um eine Gelegenheit bitten, sich persönlich vorstellen zu dürfen. Auch ist es vorteilhaft Angaben über besondere Aktivitäten, z. B. im Sportverein, in der Jugendarbeit oder der Kirchengemeinde zu machen. Dies zeigt, dass die Bewerberin bzw. der Bewerber bereit ist, sich zu engagieren.
 

Bewerbungsmappe

Folgende Unterlagen gehören in dieser Reihenfolge zu einer vollständigen schriftlichen Bewerbung:


Des Weiteren sollten Sie bei der Erstellung Ihrer Bewerbungsmappe auf Folgendes achten:

  1. Schreiben Sie Ihre Bewerbungsunterlagen möglichst mit dem Computer auf weißem DIN-A4-Papier und lassen Sie 2,5 Zentimeter Rand.
  2. Befestigen Sie ihr Bewerbungsfoto wenn möglich mit Fotoecken auf dem Lebenslauf (keine Büroklammern).
  3. Reichen Sie Bewerbungsanschreiben und Lebenslauf stets neu geschrieben im Original, Zeugnisse oder Bescheinigungen dagegen nur als gut lesbare Kopie ein.
  4. Vermeiden Sie Fehler und achten Sie auf saubere Unterlagen ohne "Eselsohren".
  5. Kontrollieren Sie, ob Datum und persönliche Angaben im Bewerbungsanschreiben und Lebenslauf übereinstimmen.
  6. Bevor Sie die Unterlagen abschicken, lassen Sie diese von Freunden oder Familienangehörigen überprüfen, ob Sie klar, deutlich und fehlerfrei geschrieben und sich überzeugend dargestellt haben.
  7. Am besten machen Sie von jeder Bewerbung eine Kopie, damit Sie wissen, was Sie geschrieben haben, wenn Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden.
  8. Die kompletten Unterlagen stecken Sie in eine spezielle Bewerbungsmappe oder einen Clip-Hefter (nicht lochen) in dieser Reihenfolge: Lebenslauf mit Foto, dann Zeugniskopien in zeitlicher Abfolge (das Aktuellste zuerst). Das Bewerbungsanschreiben legen Sie lose ein. Dann kommt alles in einen großen stabilen Briefumschlag (nicht knicken).
  9. Vergessen Sie nicht, auch auf den Umschlag Ihren Namen, Adresse und den richtigen Empfänger zu schreiben.
  10. Achten Sie auf ausreichendes Porto, bringen Sie den Umschlag ggf. selbst zur Post.

 

Bewerbungskosten

Bewerbungskosten können Sie bei Ihrem/Ihrer Arbeitsvermittler/-in oder Fallmanager/-in beantragen. Die zu erstattenden Kosten werden dann über das Vermittlungsbudget an Sie ausgezahlt.
 

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Online-Bewerbung

Viele Unternehmen fordern heutzutage eine Online-Bewerbung. Wenn Sie ihr Bewerbungsschreiben über das Internet verschicken, sollten sie folgende Regeln beachten:


 

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Vorstellungsgespräch

Wenn Sie es bis hierher geschafft haben, stehen Sie meist vor der letzten Hürde eines Auswahlverfahrens - eine Chance die Sie nutzen und auf die Sie sich vorbereiten sollten.

Die Unternehmen wollen sich ein Bild von Ihnen machen. Stellen Sie sich darauf ein, dass Ihnen Fragen zu Ihrer Person, Schule/Ausbildung, Interessen, Hobbys, Allgemeinbildung und Ihrer Einstellung zur gewünschten Stelle/Ausbildung und zum Betrieb gestellt werden.
 

Vorbereitung

Ablauf

Wie ein Vorstellungsgespräch genau abläuft, lässt sich schwer vorhersagen. Meist wird zu Anfang des Gesprächs versucht, über gegenseitige Begrüßung, einleitende Worte und eher unverfängliche Fragen ("Small talk") eine aufgelockerte, freundliche Atmosphäre zu schaffen.

Danach wird man Sie hauptsächlich zu Ihren Bewerbungsunterlagen befragen und versuchen, mehr über Sie zu erfahren. Anschließend werden kurz das Unternehmen und die ausgeschriebene (Ausbildungs-) Stelle dargestellt. Jetzt haben Sie die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Zum Schluss wird über das weitere Verfahren informiert (z.B. wann Sie mit einer Entscheidung rechnen können) und es erfolgt die Verabschiedung.

Haben Sie das Vorstellungsgespräch hinter sich gebracht, gehen Sie anschließend den Verlauf nochmals Schritt für Schritt selbstkritisch durch. Notieren Sie Ihre Eindrücke! Wenn Sie sich über Ihre Stärken/Schwächen klar werden, ist die Nacharbeit schon die Vorbereitung für das nächste Mal.
 

Tipps


 

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Auswahlverfahren / Assessmentcenter

Bei vielen Unternehmen und Behörden sind Auswahlverfahren üblich, um so herauszufinden, wer den Erwartungen am besten entspricht. Die Verfahren und Tests sind von Betrieb zu Betrieb, aber auch von Beruf zu Beruf sehr unterschiedlich.

Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Organisationstalent, Durchsetzungsvermögen oder Entwicklungspotentiale können im Gegensatz zu Konzentrationsfähigkeit mit Testfragebögen nur unzureichend geprüft werden. Daher werden vor allem von Großunternehmen bei der Auswahl der zukünftigen Mitarbeiter/Auszubildenden als Testverfahren auch Assessmentcenter eingesetzt. Durch diese spezifische Testsituation kann das Verhalten der Teilnehmer unter unterschiedlichen Bedingungen analysiert werden.

Zum Beispiel wird die Fähigkeit zur konzentrierten Einzelarbeit oder zur produktiven Zusammenarbeit in einer Gruppe unter Normalbelastung und unter Stress/Zeitdruck geprüft. Kennzeichnend sind der Wechsel unterschiedlicher Testmethoden und -situationen mit unterschiedlicher Bearbeitungszeit und Beobachtung des Verhaltens der Teilnehmer durch geschulte Tester.




Quelle: Bundesagentur für Arbeit